Mecklenburg-Vorpommern Bootstour

Als Wiederholungstäter charterten wir wieder bei Yachtcharter Schulz Waren eine Pedro Skiron 3. Vor 2 Jahren hatten wir uns bereits mit dem Bootstyp vertraut gemacht und waren nach einer Woche auf dem Wasser infiziert auf Lebenszeit. Dieses Mal gingen unser Sohn und sein Freund mit an Bord. (Das beweist, dass nicht nur Personen jenseits der 50 Interesse am Skippern haben, auch die Jugend findet Gefallen an dieser Art Urlaub.
Freitag, d. 18.06.2010

Diesmal starteten wir in der Marina Eldenburg (Waren). Nachdem wir 2 Wagenladungen Gepäck und Proviant an Bord gebracht und die Formalitäten mit Herrn Fritz erledigt haben starteten wir unsere Urlaubstour.
Unser Törn führte uns über den Kölpinsee, Fleesensee, Malchower See mit Passage der Drehbrücke Malchow pünktlich um 16 Uhr. Weiter ging es über den Petersdorfer See bis hin zum Plauer See. 17.30 Uhr kamen wir in Plau
an und fanden auch einen guten Liegeplatz in unmittelbarer Nähe des Hafenmeistergebäudes. Nun feierten wir bei Kartoffelsalat und Buletten den Geburtstag eines Crewmitgliedes. Den Begrüßungssekt von Yachtcharter Schulz ließen wir uns schmecken.
Samstag, d. 19.06.2010 – 9.20 Start in Plau am See


Es lag ein arbeitsreicher Tag vor uns. Angefangen mit der Hubbrücke Plau fuhren wir eine schleusenreiche Tour. Die Schleuse Plau diente unserer „Jugend“ zu Üben. In Barkow ging dann schon alles fast von allein. Jeder kannte seinen Posten und
es lief wie geschmiert. Die Schleuse Bobzin
passierten wir um die Mittagszeit, danach folgten die Schleusen Lübz und Neuburg. Ursprünglich wollten wir die Tagesetappe in Parchim-Slate beenden, entschlossen uns jedoch zur Weiterfahrt bis Garwitz. Ein freundlicher Hafenmeister nahm uns 18.45 Uhr in Empfang.


Sonntag, d. 20.06.2010 – 9.40 Uhr Start in Garwitz Entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße nahmen wir Kurs auf Schwerin. Nach ca. 5 km ließen wir die Müritz-Elde-Wasserstraße links liegen und folgten dem Verlauf des Störkanals bis in den Schweriner See.



Nach ca. 11 km erreichten wir die Schleuse Banzkow. Hier legten wir eine kleine Zwangspause ein, da der Schleusenwärter Mittagspause hatte. 12 Uhr ging es dann weiter

durch die Schleuse mit nur 90 cm Hub. Die Klappbrücke Plate erreichten wir nach weiteren 4 km. Nach Anmeldung über eine Wechselsprechanlage wurde die Brücke pünktlich um 13 Uhr geöffnet. Die Weiterfahrt ohne Hindernisse nach Schwerin erfolgte bei sonnigem Wetter. Nach ca.
5 km eröffnete sich vor uns der

Blick auf den schönen Schweriner See. Wir suchten uns einen geeigneten Liegeplatz und machten 14.45 Uhr sicher an der Marina des SV Mecklenburger Staatstheater fest. Freundlicher Empfang wurde uns geboten – aber auch eine kurze heftige Regendusche. Ein toller Liegeplatz direkt im Herzen von Schwerin. Stadtnähe, Schlossnähe – Herz, was willst Du mehr.

Montag, d. 21.06.2010 – Bergfest

Es stand „Proviant fassen“ auf dem Programm. Danach stachen wir in See, d. h. wir fuhren bis zur letzten schiffbaren Spitze des Äußeren Schweriner See’s, vorbei an Bad Kleinen und Hohen Viecheln. Dabei hielten wir uns westlich der Insel Lieps. Auf dem Rückweg
nahmen wir die
östliche Route. Neben Lieps gingen wir vor Anker. Gelegenheit, die Regenwürmer zu baden. Leider hatten die Petrijünger kein Glück. Außer Sonnenbrand war nichts zu fangen. Gegen 18 Uhr waren wir wieder an unserem Liegeplatz in Schwerin angekommen.
Dienstag, d. 22.06.2010 – 8.30 Uhr Start in Schwerin


Diesmal ging es zeitiger auf Tour, da 70 km vor uns lagen. Etappenziel Stadtmarina Lübz war schon eine Herausforderung, da auf den Kanälen nur mit 6 km/h gefahren werden konnte. Nach einer Klappbrücke, 4 Schleusen und einer dazwischen eingeschobenen Bratkartoffelmahlzeit trafen wir gegen 19.00 Uhr in Lübz ein.
Leider waren wir zu spät, um noch einen Liegeplatz mit Stromanschluss zu ergattern. So machten wir gleich vor der Hafenausfahrt fest. Nach einem kurzen Einkaufsbummel wurde das Abendessen gemacht. An Deck ließen wir den wunderbaren Sommerabend mit einem schönen Glas Wein ausklingen.

Mittwoch, d. 23.06.2010 – Start 10.00 Uhr in Lübz

Schon an der ersten Schleuse mussten wir uns in die Reihe der Wartenden einreihen. So setzte sich die Tour den ganzen Tag fort. An der Schleuse Bobzin warteten wir gute 90
Minuten. Ab Plau hatten wir dann endlich freie Fahrt – aber ob wir 17.00 Uhr noch den Durchlass an der Drehbrücke Malchow erreichen, war fraglich.





Fast schon wollten wir die Fahrt rausnehmen, weil die Drehbrücke noch so unerreichbar erschien. Doch wir hatten Glück. Da erst der Gegenverkehr passieren konnte, fuhren wir als letztes Boot durch dieses Hindernis.
Gegen 18 Uhr machten wir in der Marina Maribell im Jabelschen See fest. Nach den Anmeldeformalitäten und der Brötchenbestellung für den kommenden Morgen ließen wir uns das Abendessen im Restaurant „Toplicht“ schmecken. Die Jugend ging Fußballschauen und fassten noch Trinkwasser.

Donnerstag, d. 24.06.2010 – 10.00 Uhr Start in Jabel
Strahlender Sonnenschein lässt auf einen guten letzten Törntag hoffen. Aus dem
Jabelschen See kommend fuhren wir nach backbord in den Kölpinsee hinein.

Aufgrund des herrlichen Wetters hatten wir schon hier ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.


Durch den Reekkanal zogen wir unsere Bahn vorbei an der Marina Eldenburg und bogen nach steuerbord in die Binnenmüritz ein. Am Ufer strahlte das Schloß Klink in der Sonne.
Wir richteten aber unsere besondere Aufmerksamkeit nach Sietow, um endlich – nach fast 1 Woche auf dem Wasser – unser Verlangen nach Fischbrötchen zu stillen. Danach machten wir einen Abstecher nach Röbel und gingen nach Tonne 15 (Rehlager) vor Anker. Die Sonne brannte, das Wasser war verführerisch. Also – hinein in das kühle Nass. Einige Runden schwammen wir um das Boot, ehe wir an Bord bei einer Tasse Kaffee trockneten.

Als Etappenendziel erreichten wir am Abend wieder die
Marina Eldenburg.
Freitag, d. 25.06.2010
Bootsübergabe – wie nicht anders erwartet, konnten wir das Boot unbeschädigt abgeben. Nach dem Auftanken von 124 l Diesel wurde die Kaution minus Treibstoffkosten zurückgegeben. Ein letzter Händedruck und ein Versprechen an Herrn Fritz, dass wir wieder kommen würden– und unser diesjähriger Bootsurlaub ging bei strahlendem Sonnenschein zu Ende.

Folgende Schleusen haben wir passiert:

Plau

1,22 m Hub

 

Barkow

3,10 m Hub

Selbstbedienung

Bobzin

6,90 m Hub

 

Lübz

3,20 m Hub

 

Neuburg

3,60 m Hub

Selbstbedienung

Parchim

2,90 m Hub

Selbstbedienung

Garwitz

4,10 m Hub

Selbstbedienung

Banzkow

1,00 m Hub

Selbstbedienung

1 Tag Schweriner See 44 km

4. Etappe

Schwerin – Lübz

70 km

14 € Hafengebühr

     

Duschen/Strom mit 0,50 € Münzen

5. Etappe

Lübz – Jabel

47 km

20,00 € Hafengebühr

     

Duschen 1,00 € für 6 min

6. Etappe

Jabel –

   
 

Müritz –Eldenburg

70 km

keine Hafengebühr, da Zielhafen

     

Duschen mit 0,50 €-Münzen

Gesamt: 353 km = 124 l Diesen = 180,00 €
Auch dieser Bootsurlaub wird nicht unser letzter sein.

Familie Richter aus den Landkreis Wittenberg Lutherstadt

 

Yachtcharter Mecklenburg-Vorpommern

Bootsurlaub an der Müritz, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und an der Ostsee